Ist meine Uhr wasserdicht? Das solltest du wissen, bevor du damit ins Wasser gehst.
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Viele Menschen denken, dass „wasserdicht“ bedeutet, dass man mit jeder Uhr schwimmen oder duschen kann. Leider ist das ein Missverständnis. Der Begriff wasserdicht wird in der Uhrenwelt eigentlich fast nie offiziell verwendet. Stattdessen spricht man von Wasserbeständigkeit mit einer bestimmten Angabe, wie Meter (m), Atmosphäre (ATM) oder Bar. Aber was bedeutet das nun für deine Uhr?
Wasserdicht vs. wasserbeständig
Keine Uhr ist unter allen Bedingungen 100 % wasserdicht. Selbst Uhren, die für professionelles Tauchen gemacht sind, haben eine Grenze. Hersteller verwenden daher den Begriff wasserbeständig (water resistant) und geben an, bis zu welcher Tiefe oder welchem Druck die Uhr getestet wurde.

Eine Uhr, die 30 Meter wasserbeständig ist, bedeutet zum Beispiel nicht, dass man damit tatsächlich bis zu 30 Meter tief tauchen kann. Der angegebene Wert basiert auf dem Druck in einer Testumgebung und nicht auf realistischen Bedingungen wie Bewegung, Temperaturunterschieden oder der Belastung beim Ausüben von Wassersportarten.
Die gebräuchlichsten Wasserbeständigkeitsangaben
- 30 Meter / 3 ATM / 3 bar: beständig gegen Spritzwasser, Regen und Händewaschen. Nicht zum Schwimmen geeignet.
- 50 Meter / 5 ATM / 5 bar: geeignet zum Duschen oder für ein kurzes Bad, aber ebenfalls nicht zum Schwimmen.
- 100 Meter / 10 ATM / 10 bar: geeignet zum Schwimmen, Schnorcheln und Wassersport an der Wasseroberfläche.
- 200 Meter / 20 ATM / 20 bar oder mehr: geeignet für professionelles Tauchen.
Für alle, die in die Tiefe gehen, sind Taucheruhren die richtige Wahl. Diese Modelle erfüllen oft die ISO 6425-Norm, was bedeutet, dass sie umfangreich auf Wasserdruck, Stöße, Salzwasserkorrosion und Lesbarkeit unter Wasser getestet wurden.
Wie erkennst du, ob deine Uhr wasserbeständig ist?
Auf der Rückseite des Uhrengehäuses oder in der Bedienungsanleitung findest du meist die Angabe in ATM, Bar oder Metern. Modelle wie Militäruhren und sportliche Uhren haben oft klar angegebene Spezifikationen, da sie für den aktiven Gebrauch konzipiert sind.

Tipps, um die Wasserbeständigkeit zu erhalten
Selbst eine Uhr, die neu perfekt wasserbeständig ist, kann mit der Zeit undicht werden, wenn die Dichtungen (Gummis) austrocknen oder beschädigt werden. Lass deine Uhr daher regelmäßig überprüfen, besonders wenn du sie oft mit Wasser in Kontakt bringst. Vermeide auch den Kontakt mit heißem Wasser oder Dampf, wie in einer Sauna, da dies die Dichtungen angreifen kann.
Wasserdicht? Denk auch an das verwendete Material
Nicht nur die Dichtungen, sondern auch die Art des Glases und des Gehäusematerials spielen eine Rolle. Uhren mit Edelstahl- oder Titanium-Gehäusen haben oft eine längere Lebensdauer unter feuchten Bedingungen als Modelle mit günstigeren Materialien oder einem Lederarmband.
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